Londoner Architektur – Welcher Stil stammt von welchem Monarchen?

By February 12, 2018German, Living in London

London ist eine farbenfrohe Mischung aus Architekturstilen und Formen. Londons bunte und ereignisreiche Geschichte bildet die Grundlage für eine vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Struktur, die sich in den Mustern und Designs widerspiegelt. Die Architektur Londons hat sich mit der Zeit zu einer Art Mischmasch aus verschiedenen Gebäudestilen, Materialien und Formen entwickelt.

Viele dieser Stile sind Reflektionen von den Zeitaltern der Monarchen und repräsentieren Mode, technologische Trends und gesellschaftliche Umstände dieser Epochen. Ob man nun die Portobello Road in Notting Hill entlang schlendert oder einen Kaffee im Londoner Finanzviertel schlürft – überall sieht man die unverwechselbaren Baustile, die sich über ganz London erstrecken. Die Leute sprechen vom viktorianischen Stil oder vielleicht von georgianischen Reihenhäusern. Aber welcher Stil stammt von welchem Monarchen? Wo lassen sich die unverwechselbaren Merkmale dieser Gebäude einordnen und wie passen sie in die lang andauernde Geschichte Londons? In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf drei, in London vorherrschende, Architekturstile und erklären kurz die Schlüsselmerkmale und historischen Hintergründe.

Georgianische Architektur:

Der georgianische Architekturstil geht auf die Zeit von 1780 bis 1820 zurück. Er wurde fast überwiegend von den klassischen Architekturstilen der Griechen und Römer beeinflusst. Georgianische Architektur ist weit verbreitet im Norden und Westen Londons. Charakteristisch für diesen Stil sind die einfache, flache Fassade der Reihenhäuser, die großen symmetrischen Fenster und eine bunte Eingangstür mit halbrundem Oberlicht. Ebenfalls kennzeichnend sind roter oder brauner Backstein für die Fassaden, Eisenzäune vor dem Haus und die Holzverkleidung der Fenster. Georgianische Häuser sind üblicherweise reihenartig angeordnet. Das 18. Jahrhundert war eine Zeit des großen städtischen Wachstums und die Dichte der Ansiedlungen in Städten bedeutete, dass viele Häuser auf wenig Platz gebaut werden mussten. Beispiele für georgianische Architektur lassen sich in ganz London finden. Canonbury und das Universitätsgebiet Russell Square sind besonders sehenswerte Orte, an denen dieser Stil betrachtet werden kann.

Viktorianische Architektur:

Viktorianische Architektur war ein bedeutender Baustil während der Mitte des späten 19. Jahrhunderts und wurde nach der ersten Königin Victoria benannt, die von 1837 bis 1901 regierte. Die wohl größten Einflüsse entstammen Queen Anne, dem Mittelalter und der Renaissance. Die Schlüsselmerkmale sind ausgeprägter und technischer, als die der georgianischen Vorgänger und bringen buntere Mischungen aus asiatischen und nahöstlichen Stilen mit sich. Typische Kennzeichen viktorianischer Häuser sind Erkerfenster (nach außen gerichtet), eiserne Geländer, mit bunten Backsteinen gemusterte Mauern und Schieferdächer. Eine neue Methode der Glasherstellung ermöglichte die typischen viktorianischen Schiebefenster, die auch heute noch überall zu sehen sind.

Edwardische Architektur:

Edwardische Architektur geht zurück auf das 20. Jahrhundert (1900-1912) und wird als ein Wiederaufleben von barocken Einflüssen betrachtet. Sie zeichnet sich durch ein einfaches Design aus, bei dem leichtere, unauffälligere Farben zum Einsatz kommen. Man verwechselt sie leicht mit früheren viktorianischen Designs. Dennoch sind gewisse Unterschiede erkennbar. Edwardische Architektur ist im Allgemeinen weniger verschnörkelt und dekoriert als frühere viktorianische Stile. Ein übliches Merkmal dieser Gebäude sind außerdem die dicken, weißen Steinreihen mit horizontal herausgemeißelten Linien entlang den Außenwänden. Edwardische Gebäude sind eher durch europäische Stile beeinflusst, besonders durch den französischen. Viele Gebäude in Paris zeigen ähnliche große weiße Steinblöcke mit horizontalen Linien auf. Heute findet man diesen Stil am häufigsten in Gegenden wie Dulwich, Südost London oder in den „Gartenvorstädten“.

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